logo: Franz Künstler e.V. - Verein für Arbeitnehmerbildung

 

Der Verein

Der Franz Künstler e.V. wurde am 20.1.2003 in Berlin gegründet. Ziel des Vereins ist die Förderung der Arbeitnehmerbildung und -weiterbildung in enger Zusammenarbeit mit gewerkschaftlichen und gewerkschaftsnahen
Organisationen und Bildungsträgern sowie die Beratung von Arbeitnehmervertretungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Mitarbeit bei gewerkschaftlichen Projekten.

Außerdem vermittelt und organisiert der Franz Künstler e.V. Arbeitnehmerkontakte auf europäischer und internationaler Ebene.

Benannt ist der Verein nach dem Metallgewerkschafter und Sozialdemokraten Franz Künstler, der 1942 an den Folgen der KZ-Haft verstarb. Seinem Engagement im Deutschen Metallarbeiterverband und seiner konsequenten politischen Haltung fühlen wir uns verpflichtet.

Der Verein ist seit dem 1.4.2004 im Vereinsregister Berlin unter der Nummer 23297 Nz eingetragen und vom Finanzamt für Körperschaften als gemeinnützig anerkannt.

PDF download Satzung des Franz Künstler e.V.

Franz Künstler - Kurzbiographie

Mitten im zweiten Weltkrieg starb am 10.September 1942 der Metaller und Sozialdemokrat Franz Künstler an den Folgen seiner Gefängnis- und KZ Haft.

Zu seiner Trauerfeier kamen mitten im zweiten Weltkrieg, im Berlin der Nazis weit über 1000 Menschen und gedachten ihres Kollegen, ihres Genossen.

Franz Künstler wurde am 13. Mai 1888 in Berlin geboren, als Kind einer Arbeiterfamilie. Nach seiner Lehre zum Maschinenschlosser von 1902 bis 1906 war er in seinem Beruf tätig und engagierte sich im Deutschen Metallarbeiterverband (DMV), dem Vorläufer der IG Metall.

Im Ersten Weltkrieg wurde er als Soldat Mitglied der USPD und nahm im Dezember 1918 am 1. Reichsrätekongress in Berlin teil. Von 1919 bis 1922 war er Sekretär des DMV in Berlin. Erst für die USPD dann für die SPD war er ab 1919 Stadtverordneter von Neukölln und von 1920 bis 1933 Mitglied des Reichstages.

Von 1924 bis 1933 war Franz Künstler Vorsitzender der SPD von Groß Berlin und wurde 1933 nach dem Verbot der SPD verhaftet. Erst kam er in das Gefängnis nach Spandau und dann in das KZ Sachsenhausen. Er wurde schwer misshandelt, gefoltert und 1934 aus der Haft entlassen. Bis 1942 lebte er dann in Kreuzberg.

Vom Arzt kommend starb er an den Folgen der Gefängnis- und KZ Haft auf der Strasse, Blücherstrasse/ Ecke Urbanstrasse.

Seine Trauerfeier war für Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter ein markanter stummer Protest gegen Krieg und Gewalt der Nazis.

Sein Grab (Ehrengrab) liegt auf dem Friedhof Baumschulenweg in Berlin-Treptow, in Friedrichsfelde (Gedenkstätte der Sozialisten) gibt es ein Symbolgrab.

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